...so lautet nicht nur eine altbekannte Redewendung, sondern auch ein wunderschöner Schmachtfetzen (hallo The Smiths Sozialisation!) der dänischen Band Northern Portrait, die ihre bisherigen EPs beim amerikanischen Lieblingslabel Matinée Recordings veröffentlichten.
Auf ihrer Myspace Seite lauten ihre musikalischen Einflüsse passender- und ehrlicherweise: "the housemartins, echo and the bunnymen, jarvis cocker and the smiths/morrissey in particular". Anbei gibt es nun nicht den oben benannten Schmachtfetzen zu hören, sondern den "Kracher" der aktuellen EP Napoleon Sweetheart mit dem ebenso grandiosen Titel "I give you two seconds to entirtain me"...wie passend zu unserem heutigen Konzert-Auflege-Abend. Und da würden wir uns natürlich über Besuch und geschenkte 2 Sekunden Aufmerksamkeit oder mehr freuen...

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Dieser Punkt geht natürlich (und mit großem Vorsprung auf viele andere) an den gerade gesehenen Moto Boy. Was soll man sagen, das hätte man hören müssen!
Wenn Oskar nicht mal in einem Knabenchor gesungen hat, dann weiß ich auch nicht.
Allein seine glasklare Stimme (diese umfasst die warmen tiefen Töne genauso gut wie die Falsett-Töne) und die schwarze (crazy Batman-like-) Gitarre reichen aus für Gänsehaut-Momente. Und dann ist er auch noch wahnsinnig sympathisch, herzlich und offen.
Danke, für eine wundervolle Platte und ein ebensolches Konzert...
(Wenn man mehr möchte, hier gibt es noch einen Song gratis. Oder am besten bestellen...)

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Schon wieder so ein Luxusnörgeln der Berliner!
Ich setze die Scheuklappen auf und verdränge das folgende Bands am 09.10.08 um meine Aufmerksamkeit rungen: Handsome Furs, Jay Jay Johanson, Islands, Seabear. Die letzten beiden habe ich immerhin schon einmal live gesehen.
Mein Programm nach langem hin und her sieht nun also so aus:
Ich beginne gegen 21h im Roten Salon (Swedish Night) mit dem Herren, den ich ihm vorletzten Eintrag schon erwähnte.
Moto Boy alias Oskar Humlebo. Auch wenn er nicht wie Billie the Vision komplett in Damenkleidern auftritt, so erkennt man doch auch bei ihm gewisse weibliche Vorlieben (Lippenstift, High-Heels, Felljacke). Vielleicht ist das auch einfach nur Post-Glam-Pop. Aber jetzt Schluß mit den Äußerlichkeiten, denn eigentlich hat Moto Boy für mich die Frühjahrsplatte abgeliefert. Sein Falsett, sein Falsett ist Schuld. Und die ganze Melancholie. Anbei nun der interne Discohit "Blue Motorbike" und zum einstimmen ein Livevideo, wie so oft. Ansonsten sollte man unbedingt meiner Einstiegsdroge "Young Love" eine Chance geben...
Danach geht es in den stickigen Bang Bang Club zur ebenfalls schwedischen Miss Li und (hoffentlich wenn es zeitlich klappt) vor allem zu den wunderschönen Headlights aus Champaign, Illinois. Schon drie Platten haben sie gemacht - feinster Indiepop mit Glöckchen & Mann-Frau-Gesang - wie aus dem Bilderbuch. Hier zu hören der wunderschöne Anfangssong (wie nennt man den gleich nochmal?) "Get your head around it" der aktuellen Platte "Some Racing, Some Stopping".
Und wehe mir nimmt jemand die Scheuklappen ab und erinnert mich an das, was ich gerade vergesse.
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Ein paar Tage Funkstille gab es hier, weil ich das wunderschöne verlängerte Wochenende erstmal emotional und musikalisch verarbeiten musste. Tolle Konzerte waren das, vor allem Robert Forster hat mich sehr mitgenommen und beeindruckt. Ein Charismat sondersgleichen. Ein Dank sei hier an meine wunderbare Begleiterin Anna ausgesprochen - Konzerte zu teilen ist eben doch am schönsten. Und pünktlich zum Wochenbeginn ereilte mich dann auch eine typische Herbstkrankheit. Zum Herbst gibt es deshalb hier gleich die passende Musik zu hören, von den Australiern (wink an Roland!) Firekites, die mit der Platte "The Bowery" eine zurückgelehnte, kleine schöne Platte gemacht haben. Ich entdecke sie gerade wieder, vielleicht weil sie besser zum Herbst als zum Sommer passt.
Und mit dem Herbstthema sei auch gleich auf folgende Veranstaltung hingewiesen, zu der ich spätestens wieder gesund und munter sein sollte:
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Der Berliner Konzertmarathon hat begonnen.
Heute: endlich das langersehnte Elias & the Wizzkids Konzert. IM Folgenden schon mal eine wunderschöne Live-Einstimmung:
Den Hit "The Dance" gab es ja schon hier.
Morgen: nocheinmal gibt es die wunderbaren, auf Zwei-Band-Mitglieder (Mark & Foon) geschrumpften, Woodpigeon zu sehen/hören. So sah das im Schokoladen aus:
Danach geht es gleich in den Magnet zu den legendären Billie the Visons & the Dancers. Schon wieder eine Band mit einem "&" im Namen. Und schon wieder ein Sänger, der sich gerne wie eine Dame kleidet. Nächste Woche gibts dazu dann mehr, von seinem schwedischen Landesgenossen Moto Boy.
Die Billie the Vision & the Dancers Alben kann man komplett hier runterladen und Geld spenden, bei Gefallen.Eines meiner Lieblingslieder der Band "Summer Cat" von der unglaublich betitelten Debütplatte: "I was so unpopular in school and now they're giving me this beautiful bicycle" gibt es jetzt ebenfalls hier als Live-Einstimmung zu sehen (leider ließ sich das Video nicht einfügen): Plus ein schönes, kleines und gemeines Lied weiter unten, wenn ihr nicht schon dabei seid, euch alle Alben runterzuladen.
Nach den Ghosts und Demons unter dem Bett von Lars Lindquist geht es am Samstag in die Kreuzberger Passionskirche um den noch legendäreren Robert Forster (früher The Go-Betweens) zu sehen. Er schrieb mein Lied des Jahres (und sicherlich nicht nur meins), welches "Demon Days" heißt und zu finden ist auf der ebenfalls großartigen Platte "The Evangelist". Ich las soeben, dass er zweieinhalb Stunden spielt, da werden die Kirchenbänke mit der Zeit sehr unbequem, aber Musik, Liebe und Überschwang können ja bekanntlich alles heilen.

Es grüßt herzlich, ihre Konzertvollzeitarbeiterin *Hanebüchen
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Was waren die Bowerbirds gestern Abend im Café Zapata sympathisch und vor allem musikalisch großartig und sogar das Publikum herzlich? Ich finde die Band sollte mal in unserem Wohnzimmer spielen, so ganz privat, nur ein paar Freunde. Live in the Living!
Zu spät kam ich allerdings, nachdem auf der Homepage 2 verschiedene Zeiten angegeben waren...ich entschied mich für die goldene Mitte und verpasste den Anfang des Konzertes. Das machte gar nicht viel, denn bei diesen so sehr vertrauten Klängen und Melodien war ich sofort mittendrin im Konzert und fühlte mich schwelgerisch pudelwohl. Nicht viel länger als eine Stunde und sie hatten alle Songs, alt und neu gespielt. Als Zugabe gab es das großartige "Bur Oak". Und so euphorisch wie das Publikum jubelte und applaudierte, gab es dann auch noch eine Solozugabe von Sänger Phil Moore mit einem ganz neuen Song.
Die Überraschung, nachdem er die Bühne verlassen wollte, kamen Beth & Mark um eine Ansage zu machen, sie hätten erfahren, dass unterschiedliche Anfangszeiten kursierten und deshalb einige zu spät kamen, für die würden sie jetzt einfach nochmal den Anfang wiederholen. Sowas habe ich in meiner bisherigen Konzert-Besucher-Karriere noch nie erlebt und die Band hat sowas wohl auch noch nie gemacht und deshalb fühlten sie sich mit dieser Aktion (nach eigenen Angaben) ziemlich "weird". Der kleine Hit "In our talons" wurde prächtig von den Zuspätkommern inkl. mir und den doch Dagebliebenen (fast alle?) aufgenommen und so sehr bejubelt, wie es bei solcher Musik eigentlich gar nicht üblich ist. Was für ein fulminantes Ende, wie herzlich. Freudentränen! Danke ganz herzlich den Laubenvögeln für diesen kurzen, aber zauberhaften Abend.

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Angekündigt (inkl. Hörbeispiel) hatte ich es ja schon hier.
Nun noch zur Vorfreude ein paar ungewöhnlichere Live-Videos.
Wird das schön und herzerwärmend heute Abend! Kommt vorbei...
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...ist nicht nur eine Abwandlung des Smiths Klassiker "Girlfriend in a Coma" (nein es geht hier nicht um den Roman), sondern ein Song einer feenhaften Folkpop-Band aus der Mormonen und Olympia-Stadt Salt Lake City.
Über die Band mit dem reichlich blöden Namen "The Mollies" bin ich über den tollen CD Baby Shop (ich beziehe mich hier mal auf meinen eigenen Eintrag) gestoplert, als ich eine Platte der The Happies* bestellten wollte. Als Empfelung gab es dann eben u.a. diese Band. Und wenn man schon bestellt und Portokosten anfallen, kann man auch mal mutig sein...
Der Mut lohnte sich bei allen Bestellungen, eine steht noch aus, die stelle ich dann demnächst mal vor.
*Bei "The Happies" und "The Mollies" gibt es tatsächlich Bandmitglieder-Überschneidungen und sie sind aus der gleichen Stadt. Hallo Musikszene!
Ein kitschig-klebriges und wahrscheinlich satirisch angelegtes Video gibt es noch zu sehen. Da schneiden die Herren der Schöpfung mal (wieder) deutlich besser und witziger ab als die (Haus-)Damen.
Und jetzt kann ich mich nicht entscheiden...Costume oder O Dinosaur?
Costume passt besser zur Nacht. Schön Versponnen.
P.S. Mister HD 205 erreichte mich heute. Die Feierabende sind gerettet.
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