Hanebüchen

Try to be speechless for a minute.  

Die traurigste Liebeserklärung der Welt

macht Jeremy Messersmith in dem bittersüßen "Dead End Job" - da kommen mir tatsächlich die Tränen vor lauter Wohlklang.Und was für ein Text, so simpel und trotzdem wunderschön. Ganz bezaubernd ist auch die neuen Platte "The Silver City". Wer poppige Singer/Songwriter mag, die mit reichen Arrangements (Bläser!) und schönen Texten daherkommen (ich muss hier ein bisschen an Josh Rouse denken, vor allem zu Nashville Zeiten), dem sei diese Platte ganz nah ans Herz gelegt. Eigentlich die perfekte Sonntagsmusik, aber ich konnte nicht bis Sonntag warten...

Dead End Job by Jeremy Messersmith  
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Eine Generation schwedischer Crooner

Jens Lekman macht es schon Jahre vor und wird immer erfolgreicher mit seinem Crooner-Ukulelen-Pop. Sein Landsmann Juni Järvi pflegt diesen Stil auch schon einige Jahre - seine Platte "Wherever thou Art" kam schon 2006 in Schweden (ein Jahr später in Amerika) heraus, aber auf die Erfolgswelle eines Jens Lekman konnte er noch nicht aufspringen, völlig zu unrecht. Denn auch er ist ein phantastischer Crooner und erinnert manchmal sogar an den großartigen Stephin Merrit.
Und dann ist da noch ein neuer Stern am schwedischen Himmel: Erik Halldén, der nun wirklich wie ein Lekman Double klingt, mal sehen was aus ihm wird. Bisher gibt es nur eine EP und dieses tolle Video mit verzweifelten Kostümtieren:

Fassen wir zusammen: alle hier genannten Künstler haben eine ähnliche Stimme (Crooner), bzw. setzen sie ähnlich ein. Alle weisen eine Affinität zur Ukulele auf, wie man nicht nur auf den Bildern sehen, sondern auch in der Musik hören kann. Und alle kommen aus Schweden. Was uns das jetzt sagt, weiß ich aber auch nicht.

     
Click here to download:
Eine_Generation_schwedischer_C.zip (233 KB)

Baking Bread On A Hot Summernight by Jens Lekman  
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If We Just Want To by Juni Järvi  
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If I Ever Get Married by Erik Halldén  
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Schottland & Schweden - die führenden Musikländer mit "S"

Aus Schottland ist mal wieder Ally Kerr Gast bei Hanebüchen - diesmal mit einem neuen, schönen Comic-Video. Das Ende ist wunderbar und erinnert auch an dieses von Peter gepostete Video! Weil es sich nicht einbetten lassen will, muss man nun hier klicken.

...und ich muss leider sagen, in Berlin war weniger los als bei der Gemüsewerfende Meute und den Außerirdischen im Video. Und trotzdem war es ein kleines, feines Konzert im privaten Rahmen:

Morgen abend werde ich zum ersten Mal dem Hans Wurst einen Besuch abstatten um die Göteburger Pär Hagström & Circus Transmopol anzuschauen. Vielleicht mag mir ja der ein oder andere Berliner Gesellschaft leisten? Zur Einstimmung gibt es nun zwei Songs der Schweden, einmal alt und einmal neu - in dieser Reihenfolge.

The Night The World Came Down by Pär Hagström & Cirkus Transmopol  
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Stupid Clown by Pär Hagström & Cirkus Transmopol  
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Popkids of the World unite! Ein Radiotipp.

Gerade höre ich zum zweiten Mal die Radiosendung vom Kollegen Tom (bisher konnte ich aufgrund meiner Arbeitszeiten nie zuhören). Dort läuft doch tatsächlich gerade Ballads of the Cliché, die Band aus Indonesien, die ich letztens hier vorstellte und nun die Clay Hips. Bravo, bravo! Überhaupt gibt es, neben schönen  Neu-Entdeckungen und alten Bekannten manchmal große Überschneidungen zwischen den Hanebüchen Songs und den Playlists der wunderbaren Radiosendung namens "Tribute to Malkmus & Hutch"

Deshalb hier und jetzt als Tipp, jeden Montag von 14-15h allerdings auf luxemburgisch, aber ein bisschen versteht man das ja auch: Tribute to Malkmus & Hutch is an independent radio show on RADIO ARA 103,3 & 105,2 (Luxembourg), that is focusing on the broadcast and presentation of independent music and artists from all over the world.  Tribute to Malkmus & Hutch introduces its listeners to adorable artists of indie, electronica, songwriting, postrock, alternative, ambient and many more music genres, that are impossible or useless to describe.

The show can be listened worlwide via live-stream. Just click here.



So und ich höre jetzt weiter Internetradio ARA.
Schönste Grüße und besten Dank nach Luxemburg & an Tom

Edit: während des Abschickens dieses Posts liefen die Burning Hearts...

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Heute: Grüße aus Finnland

Ja welch wunderbare Neuigkeiten: die Burning Hearts haben einen Vertrag bei meinem alten Lieblingslabel Shelflife. Diese amerikanische Label bringt seit 2007 diese hübsch verpackten und limitierten 7" inklusive CD EPs heraus - nächstes Jahr dann also mit dieser wunderbaren finnische Band. Ich gratuliere.
Die Burning Hearts speisen sich übrigens aus lauter Prominenten der finnischen Popszene und zwar aus Jessika - der Sängerin der 60ies Popper von Le Future Pompiste und Henry dem Cats on Fire Schlagzeuger. Und weil ich nicht nur Namedropping betreiben will, gibt es nun von allen 3 Bands einen Song zu hören. Und ich freue mich nun weiter auf die Veröffentlichung der Burning Hearts und verabschiede mich für einen Wochenendausflug nach Thuringia.

(Burning Hearts)



(Cats on Fire)

I Lost My Colour Vision by Burning Hearts  
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Seeds by Le Future Pompiste  
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End Of Straight Street by Cats On Fire  
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Indonesia

Jetzt auch mal auf Hanebüchen, Indiepop aus Asien. Der wächst und brodelt ja schon viele Jahre und in den letzten 3 Jahren schwappen auch immer bessere Bands und Labels nach Europa.
Heute, hier eine 8-köpfige-Superpop-Kombo aus Jakarta mit dem grandiosen Namen Ballads of the Cliché.
Und der Song "About a boy" ist wirklich auch mein Song des Tages. So oft auf Repeat gehört, besser konnten es Belle & Sebastian auch nicht machen. Zu finden ist der Song auf der Vollwert-Records-Label-Serie Edition 59 -  im mittlerweile klassischen 3" Formatgewand - das neue P!O!P!-Format neben der geliebten 7". Aber es gibt noch viel mehr Veröffentlichungen von Ballads of the Cliché. Sehr empfehlenswert wenn man sich dem asiatischen Pop nähern möchte.

About A Boy by Ballads Of The Cliché  
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You ask me what I've seen...

Hate is all I’ve seen.

Eben in der U-Bahn auf dem Rückweg vom Ikea Tempelhof. Die U-Bahn ist komplett leer. Ich setze mich auf einen Platz und blockiere mit meinem gerade erworbenen kleinen Handgepäcktrolley einen Sitzplatz. Am Mehringdamm steigen sehr viele Menschen ein. Ich überlege aufzustehen, da ich die nächste Haltestelle aussteigen muss. In diesen Gedanken unterbrochen höre ich die, in einem dreist unfreundlichen Tonfall, an mich gerichteten Worte: "Kann ich mich dahin setzen"? Ohne eine Sekunde zu überlegen oder ein Wort zu sagen, stehe ich sofort auf. Während sich der ältere Mann nun auf meinen Platz setzt, bedankt er sich nicht, sondern plärrt durch die ganze U-bahn Hass-Tiraden auf Menschen wie mich, die die U-Bahn verstopfen und dabei noch lebensgefährliche Hartschalenkoffer mit sich führen, die ja auf andere Menschen fallen und sie umbringen könnten etc. Während der alte Mann so herumschimpft steht eine Mutter mit Kind auf und bietet mir, aus irgendeinem Gerechtigkeitssinn heraus, ihren Platz an, sie könne ihre Tochter ja auf den Schoß nehmen. Ich lehne dankend und gerührt ab, weil ich die nächste Haltestelle eh raus muss. Die Mutter verlässt danach beide Sitzplätze und geht mit dem Kind aus der Reichweite des schreienden Mannes. Der alte Mann sitzt nun ganz allein in seiner Vier-Platz-Ecke brüllt, schreit und kreischt immer noch weiter. Ich schüttele den Kopf und überlege noch etwas kluges zu sagen, kann dann in diesem Moment aber nur über den alten Mann lachen, während ich mir meinen neuen gefährlichen Kampftrolley anschaue (der ganz weich und vor allem so gut wie leer ist).
Als ich die U-Bahn verlasse, denke ich dann doch etwas hätte sagen zu können wie: Wenn Sie sich weiter so echauffieren, dann sterben sie sehr BALD allein und isoliert an Griesgrämigkeit und das wäre auch völlig gerecht so!"

Besser ausdrücken kann es aber eine nicht mehr existierende Band aus Schottland, deren (allgemein bekanntes) Hass-Lied gibt es anlässlich des Themas nun hier zu hören.

Ich wünsche damit allen ein bisschen mehr Freundlichkeit...

"
Hate is all around find it in your heart in every waking sound
On your way to school, work or church you’ll find that it’s the only rule
Build a different world, hate will help you find what you’ve been looking for
Hate is everywhere, inside your mother’s heart and you will find it there
You ask me what you need hate is all you need
"

 

All You Need Is Hate by The Delgados  
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Clay Hips

Failure by Clay Hips  
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Und für die, die gerade Zeit übrig haben für neue Musik, die sollten sich die 4 (!) reich bestückten Eardrums-Herbstsampler runterladen. Völlig kostenlos, dafür fordert das Hören natürlich viel Zeit. Auf einem der neuen Sampler gibt es auch noch ein weiteres Clay Hips Stück und noch viel mehr zu entdecken. Den Sommersampler des norwegischen Blog-Labels habe ich ja hier (im Zuge der The Bank Holidays) schon einmal beworben.

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Mein persönlicher Pop-Darling: eine Chronik.

Und die Rede ist von Brent Kenji, meiner Lieblings-Indiepop-Stimme. Bekannt wurde ich mit dieser Stimme, durch seine wohl bekannteste Band (und nun meine ewigen Lieblinge) "The Fairways".
 

 

Diese wunderbare Band aus San Francisco existierte leider nur von 1998 bis 2002 und veröffentlichte gerade mal 2 Platten (plus 7"), wobei die 2.Platte "This is Farewell" (erschienen auf Matinée Recordings) eigentlich "nur" eine Sammlung von Demos ist, die eigentlich zum zweiten Album hätten führen sollten. Von dieser wirklich grandiosen Platte gibt es weiter unten den Song "Emily" zu hören. Und weil ich jetzt auch vollständig* sein will, gibt es auch von ihrer Debütplatte "Is everything all right?" (erschienen auf Paris Caramel Records) einen Song zu hören, ebenfalls mit einem Mädchennamen im Titel.

*ganz vollständig kann ich natürlich nicht sein, denn sonst müßte ich noch The Guild League mit einem Song vereweigen, was natürlich auch wunderbar wäre, aber ich beschränke mich in diesem Eintrag auf Projekte in denen Brent Kenji der Sänger ist.



Bevor Brent Kenji aber The Fairways gründete, sang und spielte er in der ebenfalls nur kurz existierenden Band "Skypark" (leider kann ich sie nicht verlinken, weil ich nichts brauchbares über sie finde), die ihre EP "Summer Days are forever" 1998 bei Shelflife veröffentlichten. Von dieser Ep gibt es das Stück "Bicycle Boy" hier zu hören.



Nachdem die Fairways getrennte Wege gingen gründete Brent Kenji 2003 zusammen mit dem schwedischen Multi-Instrumentalisten Erik Hanspers das (von seiner Entstehungsgeschichte her ungewöhnliche**) Projekt "The Young Tradition". "California Morning" war ihre Debüt-EP und diese ist hier zu hören, weil es einfach ein zeitloses Lieblingslied von mir ist. Obwohl das nachfolgende Album "Northern Drive" (welches ebenfalls bei Matinee Recordings erschien ist) noch mehr tolle Songs zu bieten hätte.
** The Young Tradition has a very traditional indie pop sound but arrives at it in an unusual way. The band is made up of Brent Kenji, who also sings in the Fairways and has played in the Guild League and Skypark, on vocals and Erik Hanspers on all instruments. The unusual part is that Kenji lives in San Francisco and Hanspers lives in Sweden and the two have never met. They recorded their excellent debut EP, California Morning, entirely through the mail. Matinee released the EP in the autumn of 2003. In the wake of the EP's release Kenji and Hanspers did eventually meet but their full length debut release 2005's Northern Drive was recorded in much the same way with the music recorded in Sweden by Hanspers and the vocals in San Francisco by Kenji



Und weil diese wunderbaren Bands alle leider nicht mehr existieren, gibt es jetzt die freudige Nachricht: Brent Kenji (mittlerweile in München lebend) hat sich mit seinem alten Fairways Kollegen Andrew Leavitt unter dem Projektnamen Clay Hips wiedervereint.  Bisher gibt es noch kein Album, aber schon einige wunderschöne Songs, die diesmal sogar teilweise ins elektronische gehen.
Und weil er wirklich einer meiner liebsten Popstimmen ist, widme ich dem Amerikanischen Wahl-Münchner mit japanischen Wurzeln diesen Eintrag und huldige diesen mit 5 Songs. Da dies aber mein Mailprogramm nicht mitmachen will, gibt es den Clay Hips Song in einem gesonderten Eintrag, direkt im Anschluss.

A Song For Jenni by The Fairways  
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Emily by The Fairways  
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Bicycle Boy by Skypark  
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California Morning by The Young Tradition  
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Adult Baby

Da mich gerade soviel neue Musik erreicht und bewegt, muss ich mich erstmal sortieren, bevor ich hier damit herausplatzen kann. Dringend muss hier nun erstmal den Labelchef der alt-ehrwürdigen australischen Chapter Music verewigen: Guy Blackman. Das war schon längst fällig, denn schon im Mai veröffentlichte er sein wunderschönes Album "Adult Baby" auf seinem eigenen Label, wo auch sonst. Am besten beschreibt ihn eigentlich dieser Text: "Guy Blackman - musician, record label boss, and music journalist, in that order! (...) These days, he presents himself as a balladeer, playing deftly constructed songs on piano and guitar that deal with issues of love, sexuality and commitment. He describes his music as “M.O.R. D.I.Y.”, and his songs evoke comparisons to Brian Wilson, Tim Hardin, Serge Gainsbourg and The Left Banke. Honesty, emotion and personal revelation are the focal points of his work, although none come at the expense of melody or songcraft." [siehe Myspace]
Ein traumhaftes Duett mit dem ebenso geliebten Jens Lekman gibt es nun zu hören. Und weil die Songs alle so kurz sind, gibt es gleich noch eins...
Genießen!

Dark & Quiet Place (W/Jens Lekman) by Guy Blackman  
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Forever (Our Song) by Guy Blackman  
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